Wer kennt das nicht? Man klickt sich durch die Weiten des Internets und die üblichen Nachrichtenseiten bieten keine neuen Artikel worauf sich Langeweile bemerkbar macht. Daher suchen sich viele Menschen weitere Möglichkeiten, wie man sich die freie Zeit vertreiben kann. Da die Popularität des Internets in den letzten Jahren gestiegen ist, steigt auch die Anzahl der Spiele, die entweder zum Teil oder ganz im Internet gespielt werden. Diese lassen sich grob in Spiele unterteilen, bei denen man entweder Daten herunterladen und installieren muss oder Spiele, die man einfach im Browser spielen kann.
Die MMOGs (Massive Multiplayer Online Games)
Zu der ersten Kategorie gehören vor allem die MMOGs, deren bekanntester Vertreter World of Warcraft ist. Diese MMOG lassen sich noch einmal grob in solche unterteilen, die monatlich einen Betrag kosten und solche, die sich als “Free-MMOG” bezeichnen, aber trotzdem oft ein Micropayment System im Spiel haben. Micropayment ist eine attraktive Alternative zu den monatlichen Abonnement Kosten geworden. Zu einem lockt es mehr Spieler an, denn auf dem ersten Blick ist das Spiel komplett kostenlos. Doch mit der Zeit steigern sich die Kosten im Spiel. Oft wird zwar beworben, dass man sich nur “kosmetische Inhalte” wie z.B. individuelle Charakterfrisuren kaufen kann, doch immer öfter gibt es auch Inhalte, die einem das Spielen erleichtern sollen. So kann das treue Reittier zur schnellen Fortbewegung genauso erworben werden, wie Tränke, die einem mehr Erfahrung geben. Immer öfter kann man sich auch Gegenstände erwerben, die man benötigt um gefundene Gegenstände zu verbessern. Somit kann man sich zwar nicht das beste Schwert oder Schild im Spiel kaufen aber man muss sich Material für Geld besorgen, damit man sich seine Ausrüstung auf ein Top-Level aufwerten kann.
Das Szenario von MMOGs ist unterschiedlich. Von Fantasy wie World of Warcraft, Runes of Magic oder Herr der Ringe Online bis hin zu Sci/Fi bei EVE-Online ist alles vertreten und die MMOG-Entwickler bringen ständig neue Spiele auf dem Markt, da sich immer mehr Spieler zu MMOGs begeistern. Jedoch sind solche MMOG meist sehr Zeitintensiv und man muss sich sehr viel mit der Materie befassen, wenn man immer auf dem aktuellen Stand bleiben will.
Browserspiele
Eine alternative zu den MMOG bilden sogenannte Browserspiele. Bei Browserspielen gibt es jedoch viele unterschiedliche Varianten. Die Definition zu einem Browserspiel lautet: Ein Spiel, dass den Web-Browser als Benutzerschnittstelle benutzt. In dieser Hinsicht ist auch schon ein einfaches Forenspiel, ein Browserspiel. So gibt es auch viele Browserspiele, die auf Flash basieren und keine Registrierung benötigen. Das sind meist Minispiele, die mal zwischendurch gespielt werden können. Doch der Trend geht zu Browserspielen, die meist damit beginnen, dass man alleine spielt doch schon bald vor solch schwierigen Aufgaben gesetzt wird, dass man mehrere Mitspieler benötigt. Solche Browserspiele können ähnlich zu MMOGs aufgebaut sein. Man hat einen Charakter, der Erfahrung sammeln muss und dann stetig im Level aufsteigt. Wenn er im Level aufsteigt findet er neue Gegenstände um seinen Charakter zu verbessern und so bildet sich eine Endlosschleife. Aber viele Browserspiele erinnern auch an Wirtschaftssimulationen, in denen man sein Imperium (sei es im Weltall oder in der Antike) aufbauen muss und gegen andere Verteidigen muss. Auch hier kommt man alleine bald nicht weiter, da man oft Bündnisse benötigt, um weiter expandieren zu können. Das alles führt dazu, dass sich rund um Browserspiele immer eine große Online-Community bildet.
Durch die ständige Weiterentwicklung der Browserspiele werden diese sowohl grafisch als auch spielerisch immer komplexer, was jedoch zur Folge hat, dass die Kosten für ein solches Spiel auch stetig steigern. Während so manches Browserspiel auf Werbung setzt gehen anderen schon soweit, dass sie entweder einen Premium Account mit mehr Funktionen oder eine andere Art von Micropayment anbieten, die das Spielen angenehmer machen. Viele Browserspiele setzen auch auf soziale Netzwerke wie Facebook. Somit muss sich der Spieler nicht extra für das Browserspiel registrieren. Er kann gemütlich von Facebook aus spielen und seine Freunde direkt zu dem Spiel einladen. Dies geht sogar so weit, dass das Browserspiel aktuelle Erfolge als Facebook-Statusmeldung veröffentlicht.
Gehirnjogging
Vor nicht all zu langer Zeit wurde ein weiterer Trend von Nintendo ins Rollen gebracht. Das ganze nannte sich Gehirnjogging. Man trainiert sein Gehirn durch das tägliche Spielen von Denk- und Ratespielen. Da auch ältere Spieler gerne diesem Trend folgen wurden viele Browserspiele entwickelt, die einfach zu bedienen sind und täglich neuen Spaß bereiten. Ein gutes Beispiel für Gehirnjogging Online ist der Rätsel-Contest. Hier können die User täglich neue Kreuzworträtsel, Sudoku, Wörtersuchen, Bilderrätsel oder Silbenrätsel spielen und Punkte sammeln. Die Spieler sehen wie lange sie für das Spiel benötigt haben und können sich direkt mit anderen Spielern vergleichen. Die Rätselspiele an sich orientieren sich an den Rätseln, die ein jeder aus der Zeitung kennt und somit benötigt man keine komplizierte Anleitung um das Spiel zu spielen, sondern man kann direkt mit seinem Kreuzworträtsel Online beginnen.
Quo vadis?
Zusammenfassend, kann gesagt werden, dass sich die Onlinespiele, egal in welcher Form stetig weiterentwickeln und dadurch, dass immer mehr Leute einen Breitbandinternetanschluss besitzen, werden auch stetig immer mehr Menschen Onlinespiele spielen. Doch welche Form sich durchsetzen wird, sei es bezahlt oder unbezahlt, sei es tägliches spielen oder nur sporadisches spielen, sei dahin gestellt, da jede Sparte seine Spieler hat.
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