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Exploit unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger Software-Updates
Die Möglichkeit, durch eine Sicherheitslücke in QuickTime Linden Dollars im Online-Spiel Second Life zu stehlen, haben zwei Sicherheitsexperten auf der Hacker-Konferenz ShmooCon demonstriert. Die Vorführung von Charlie Miller von Independent Security Evaluators und Dino Dai Zovi ist insofern von Bedeutung, da virtuelle Linden Dollars einen realen Geld-Gegenwert repräsentieren.
Klau
Es ist die Kombination zweier Faktoren, durch den Miller und Zovi den
virtuellen Diebstahl bewerkstelligen können. Second Life erlaubt es,
externe Video-Inhalte über QuickTime einzubinden und diese ständig,
auch ohne Nutzerinteraktion, laufen zu lassen. Das ist ein
Sicherheitsrisiko, wie die Experten nun bewiesen haben - zumindest,
wenn QuickTime seinerseits eine geeignete Sicherheitslücke bietet.
Durch eine solche Lücke, die Angreifer zum Ausführen beliebigen Codes
nutzen können, haben Miller und Zovi den Diebstahl von Linden Dollars
bewerkstelligt.
Schon vor der Hacker-Konferenz haben die Sicherheitsexperten auf
YouTube ein Video eines Experiments veröffentlicht, bei dem sie einem
Testavatar zwölf Linden Dollar abnehmen und diesen zum Ausruf "I got
hacked" ("Ich wurde gehackt") zwingen. Sie haben dazu eine rosa Box auf
einem Grundstück platziert, die mit dem entsprechenden QuickTime-Code
verbunden ist. Bei der ShmooCon-Demonstration haben Miller und Zovi nun
öffentlich gezeigt, dass ein Second-Life-Avatar nur nahe genug an die
Box kommen muss, um Opfer des Linden-Dollar-Diebstahls zu werden.
Theoretisch könne eine solche Box auch versteckt platziert oder mit den
Attributen eines Avatars verbunden werden, warnten die Experten.
Reizvoll
Da Linden Dollars zu einem Wechselkurs von derzeit etwa 275 Linden
Dollar für einen Dollar reales Geld wert sind, sehen die Experten einen
Anreiz für Cyberkriminelle, entsprechende Angriffe zu starten. Zum
Schutz sollten Nutzer des virtuellen zweiten Lebens Video-Streaming in
Second Life deaktivieren oder zumindest ihre Einstellungen so anpassen,
dass sie vor dem Abspielen von Video-Inhalten gefragt werden.
Miller und Zovi nutzen bei ihrem Exploit den im November 2007
entdeckten QuickTime-Fehler im Umgang mit dem Real Time Streaming
Protocol (RTSP), der damals von Secunia-Analysten als "extrem kritisch"
eingestuft wurde. Damit zeigt das Beispiel aber auch die von
Sicherheitsexperten immer wieder betonte Bedeutung regelmäßiger
Software-Updates: Die betreffende QuickTime-Lücke wurde laut Apple mit
QuickTime 7.3.1 geschlossen. (pte)
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